Das Wetter stimmt: 22–26 Grad, Sonnenschein, ein angenehmer Wind – und das in der Stadt, die gerade wieder zur lebenswertesten Metropole Europas gewählt wurde. Und das merken wir. Hier wird anders gebaut: neben Altbauten (herrlich viele) sehen Neubauten gemütlicher aus und gefühlt hat jeder Bewohner einen Balkon oder Garten. Große Grünanlagen und Wasserflächen werden immer mitgedacht, und richtig Geld darin investiert. Es ist einfach schön und sauber, Schmuddelecken oder hässliche Stadtviertel fast nicht vorhanden.
Am Freitag, 10. Juli, lernen wir die Fahrradstadt Kopenhagen kennen. 95% aller Straßen haben hier Radwege. Durch die großen Parks und sogar durch die Friedhöfe führen Radwege. In der Regel sind die so breit, dass zwei Radfahrer nebeneinander passen. Die Autofahrer fahren anders als zuhause, Radfahrer genießen Respekt und Vorrang. Und sind auch untereinander respektvoller und weniger hektisch, als wir das kennen. Es ist ein Genuss, hier Rad zu fahren – das tun wir heute mit VOI, einem von sage und schreibe VIER Anbietern. Einfach die App installieren, Kreditkarte oder Apple Pay verknüpfen, Pass buchen, losfahren. Die Fahrräder stehen wirklich überall, unsere finden wir 5 Meter vor unserem Wohnmobilstellplatz.
Am Vormittag ist es noch kühl genug und wir können Moritz für zwei Stunden Radtour allein lassen. Wir bummeln durch hippe Strassen mit alternativen Geschäften und Cafés im Multi-Kulti-Viertel Nørrebro.
Ab 12 sind wir zurück, schnappen uns die Bracke 🐶 und erkunden unser Nachbarviertel Sydhavn mit leckerem Burger und Vollkornpizza. Am Nachmittag halten wir Siesta im Wohnmobil, lesen und faulenzen. Später wird auf unserem Stellplatz gekocht, in der Mini-Spülküche im Container gespült und ich (Anja) probiere die Duschen (auch im Container und echter Luxus!) aus.
Am Samstag muss Moritz den ganzen Tag mit in die Stadt, heute wird mit 26 Grad der wärmste Tag unserer ganzen Reise. Wir entscheiden uns für das „Hafenboot“, ein reguläres öffentliches Verkehrsmittel, für das wir 2 Erwachsenentickets und für Moritz ein Kinderticket lösen 😂 45 Minuten wunderbare Fahrstrecke und wir sind mitten in Nyhavn, das in jedem Kopenhagen-Reiseführer auftaucht.
Sieben Stunden bummeln wir durch verschiedene Stadtteile, ruhen in Cafés und im Schlossgarten Rosenborg aus, legen (Hunde-)Trinkpausen ein. Es gibt Burger an einer Tankstelle „Gasoline Grill“ und Eiskaffee im „Studenterhuset“. Insgesamt ist es ein bisschen zu lang und zu viel Sonne für uns drei, aber auf unserem geteerten Stellplatz hätten wir den Tag schlechter überstanden.
In der Stadt, im Schlosspark und auf dem Hafenboot knüpfen wir mit Moritz einige Kontakte mit Babies, aber auch Erwachsenen. Wir werden öfter angesprochen, weil die Menschen ihn so süß und ruhig finden und es gibt heute extra Streicheleinheiten. Er macht aber auch wirklich super alles mit, dafür ist er abends sehr KO, futtert noch eine ordentliche Portion weg und fällt dann in Tiefschlaf.





















