58 Stunden Kopenhagen

Das Wetter stimmt: 22–26 Grad, Sonnen­schein, ein angeneh­mer Wind – und das in der Stadt, die gerade wieder zur lebens­wer­tes­ten Metro­pole Europas gewählt wurde. Und das merken wir. Hier wird anders gebaut: neben Altbau­ten (herrlich viele) sehen Neubau­ten gemüt­li­cher aus und gefühlt hat jeder Bewoh­ner einen Balkon oder Garten. Große Grünan­la­gen und Wasser­flä­chen werden immer mitge­dacht, und richtig Geld darin inves­tiert. Es ist einfach schön und sauber, Schmud­del­ecken oder hässli­che Stadt­vier­tel fast nicht vorhanden. 

Am Freitag, 10. Juli, lernen wir die Fahrrad­stadt Kopen­ha­gen kennen. 95% aller Straßen haben hier Radwege. Durch die großen Parks und sogar durch die Fried­höfe führen Radwege. In der Regel sind die so breit, dass zwei Radfah­rer neben­ein­an­der passen. Die Autofah­rer fahren anders als zuhause, Radfah­rer genie­ßen Respekt und Vorrang. Und sind auch unter­ein­an­der respekt­vol­ler und weniger hektisch, als wir das kennen. Es ist ein Genuss, hier Rad zu fahren – das tun wir heute mit VOI, einem von sage und schreibe VIER Anbie­tern. Einfach die App instal­lie­ren, Kredit­karte oder Apple Pay verknüp­fen, Pass buchen, losfah­ren. Die Fahrrä­der stehen wirklich überall, unsere finden wir 5 Meter vor unserem Wohnmobilstellplatz. 

Am Vormit­tag ist es noch kühl genug und wir können Moritz für zwei Stunden Radtour allein lassen. Wir bummeln durch hippe Stras­sen mit alter­na­ti­ven Geschäf­ten und Cafés im Multi-Kulti-Viertel Nørrebro. 

Ab 12 sind wir zurück, schnap­pen uns die Bracke 🐶 und erkun­den unser Nachbar­vier­tel Sydhavn mit lecke­rem Burger und Vollkorn­pizza. Am Nachmit­tag halten wir Siesta im Wohnmo­bil, lesen und faulen­zen. Später wird auf unserem Stell­platz gekocht, in der Mini-Spülkü­che im Contai­ner gespült und ich (Anja) probiere die Duschen (auch im Contai­ner und echter Luxus!) aus. 

Am Samstag muss Moritz den ganzen Tag mit in die Stadt, heute wird mit 26 Grad der wärmste Tag unserer ganzen Reise. Wir entschei­den uns für das „Hafen­boot“, ein regulä­res öffent­li­ches Verkehrs­mit­tel, für das wir 2 Erwach­se­nen­ti­ckets und für Moritz ein Kinder­ti­cket lösen 😂 45 Minuten wunder­bare Fahrstre­cke und wir sind mitten in Nyhavn, das in jedem Kopen­ha­gen-Reise­füh­rer auftaucht. 

Sieben Stunden bummeln wir durch verschie­dene Stadt­teile, ruhen in Cafés und im Schloss­gar­ten Rosen­borg aus, legen (Hunde-)Trinkpausen ein. Es gibt Burger an einer Tankstelle „Gasoline Grill“ und Eiskaf­fee im „Studen­ter­hu­set“. Insge­samt ist es ein bisschen zu lang und zu viel Sonne für uns drei, aber auf unserem geteer­ten Stell­platz hätten wir den Tag schlech­ter überstanden. 

In der Stadt, im Schloss­park und auf dem Hafen­boot knüpfen wir mit Moritz einige Kontakte mit Babies, aber auch Erwach­se­nen. Wir werden öfter angespro­chen, weil die Menschen ihn so süß und ruhig finden und es gibt heute extra Strei­chel­ein­hei­ten. Er macht aber auch wirklich super alles mit, dafür ist er abends sehr KO, futtert noch eine ordent­li­che Portion weg und fällt dann in Tiefschlaf. 

Anja · 12. Juli 2026 um 10:23 Uhr

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