Zurück in Deutschland

Am 12. Juli kurz vor 10:00 starten wir am Stell­platz in Kopen­ha­gen und wollen heute Nachmit­tag die Fähre von Rødby­havn 🇩🇰 nach Puttgar­den 🇩🇪 erwischen. Unser erstes Zwischen­ziel ist Højerup. Hier liegt Stevns Klint, eine Forma­tion von Kreide­fel­sen und UNESCO Weltkul­tur­erbe. Es ist überra­schend wenig los für einen Sonntag in der Ferien­zeit und wir erkun­den die Aussicht, eine Kirche direkt an der Meeres­klippe und machen Picknick auf dem schönen Parkplatz auf Rasen. 

Um 13:15 fahren wir spontan ins Fährter­mi­nal, um zu schauen, wann die nächste Fähre geht. Wir haben noch nichts zum Mittag geges­sen, das wollen wir im Hafen machen. Nun geht mit unserem Flexti­cket alles ganz schnell: ab 13:30 sind wir auf der Fähre und es geht auch schon los mit der 45-minüti­gen Überfahrt. Anja kann gerade noch Lebens­mit­tel und Getränke in einen Rucksack stopfen, schon müssen wir auf Deck. Na gut, dann gibt’s eben hier etwas zu Essen. So sind wir überra­schend um 14:15 wieder auf deutschem Boden, beide das erste Mal auf der Insel Fehmarn. 

Moritz bekommt nach der Insel, in Heili­gen­ha­fen eine kurze Runde, dann fahren wir weiter, denn Micha fühlt sich noch (fahr)fit und wir können spontan aussu­chen, wonach uns heute Abend der Sinn steht. Eigent­lich soll es Lübeck werden, aber nach so vielen Kilome­tern brauchen wir einen Stell­platz ohne Stress, von dem wir sicher sein können, auch noch einen Platz zu bekom­men. Daher fällt die Wahl auf Bad Schwar­tau, und tatsäch­lich bekom­men wir hier mit viel Glück um 16:30 den letzten Stell­platz. Für uns ein Traum in Tüten, denn die Stell­plätze sind recht groß, wir haben Grün um uns herum und direkt neben dem Womo geht’s auf ein großes Hunde-Spiel­ge­lände mit mehre­ren Badestel­len im renatu­rier­ten Flüss­chen Schwartau. 

Abends leisten wir uns Pizza beim schicken Italie­ner „Diana“ am Markt­platz. Es ist für unsere Verhält­nisse der letzten Wochen mit 28 Grad heiß hier. Und das Essen vergleichs­weise günstig 🙈

Am Montag­mor­gen schla­fen wir ein bisschen aus, die gestrige Fahrt­stre­cke von ca. 300 km bei Hitze und vielen neuen Eindrü­cken steckt uns noch in den Knochen. So geht es erst gegen 11:00 los vom Platz in Bad Schwartau. 

Unser Tages­ziel ist die „Teppich­scheune“ im 240 km entfern­ten Bad Nenndorf. Wir haben von den Grand California-Fahrern aus Hamburg den Tipp bekom­men, dass man hier massge­fer­tigte Teppich­bö­den für sein Wohnmo­bil bekommt. Nach einer kurzen Telefon­be­ra­tung vor ein paar Tagen hat Anja für heute einen 1‑stündigen Beratungs­ter­min vor Ort ausgemacht. 

Das Zwischen­ziel im „Designer-Outlet Soltau“ kennen wir schon von einer anderen Tour und laufen hier eine wunder­bar nach Kiefern duftende Waldrunde mit Moritz neben dem Outlet. Danach gibt’s eine Bowl im Outlet bei großer Hitze, Shoppinglaune haben wir keine, brauchen Nix und wollen auch pünkt­lich um 16:00 in Bad Nenndorf sein. 

15:47 fahren wir im Gewer­be­ge­biet auf den Hof, noch frisch­ma­chen und Moritz draußen neben dem Womo ein schat­ti­ges Lager aufschla­gen. Dann geht sie auch schon los, die Reise und ein aufge­räum­tes, duften­des, klima­ti­sier­tes Teppich­pa­ra­dies. Die Beratung ist toll, zur Wahl stehen (für uns) etwas Kusche­li­ges Hochflo­ri­ges aus Kunst­fa­ser oder ein Wolltep­pich. Wir grenzen auf Wolle als natür­li­ches Material ein, Moritz liegt auf allen Mustern Probe (der wollte und durfte nun doch mit rein) und wir waren insge­samt zweimal draußen mit der Berate­rin im Womo zu Muster ausle­gen und grob ausmes­sen. Wenn wir das hier machen lassen, dann wollen wir den Service nutzen, das Womo morgens hinzu­brin­gen, dann wird mit Schablo­nen genau maßge­nom­men und am selben Tag geschnit­ten und fertig geket­telt. Dieser Service ist kosten­los, leider gibt’s Termine auch erst wieder ab Oktober 🙈

Nun ist es 16:45 und spät gewor­den für eine Stell­platz­su­che in der Haupt­sai­son. Wir steuern zunächst wenige Straßen weiter den Stell­platz Bad Nenndorf an, der extra für die hier laufende Landes­gar­ten­schau neu angelegt wurde. Leider liegen alle Plätze in der vollen Sonne, das kommt heute nicht in Frage. 

Der nächste Versuch ist ein paar Kilome­ter weiter ein privat von einem Dachde­cker­meis­ter auf seinem Grund­stück betrie­be­ner Stell­platz mit 8 Plätzen. Und der ist wirklich top. Hier war jemand am Werk, der selber Camper ist und wie wir gern nicht auf Camping­plätze fährt. Eine super Ver- und Entsor­gung, geschot­terte große Plätze mit Privat­sphäre und grün aussen­herum, ein kleiner Hunde­aus­lauf­platz mit Baumbank, Hunde­was­ser und Hunde­tü­ten, es wurde an alles gedacht. Also packen wir den Grill aus, duschen uns die 32,3 Grad Hitze (19:30 innen) mit kaltem Wasser weg und Moritz sahnt heute ganze zwei Burger-Paddies ab. Wenn der wüsste, dass die aus Erbsen bestehen 😂

Anja · 13. Juli 2026 um 21:25 Uhr

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