Am Freitag, 11.09.26 starten wir gegen 11:00 für 1,5 Wochen in einen kurzen Herbsturlaub. Unser erstes Ziel ist ein Fernreiseworkshop auf dem Gelände der „Abenteuer & Allrad“ in Bad Kissingen.
Wir wissen eigentlich nur, dass es gegen 18:00 losgeht, dass es Vorträge gibt, wir dort andere wie uns treffen werden, die Abenteuerreisen mit dem Wohnmobil planen. Und dass es Sonntag nach dem Mittag endet. Der Rest: Überraschung.
Gibt’s dort Essen und Trinken? Keine Ahnung, lass uns sicherheitshalber was einkaufen. Wie viele Leute kommen? We don’t know. Wie wird das Wetter und welche Klamotten brauchen wir? Wir nehmen mal alles von 10–25 Grad mit.
Gegen 15:00 fahren wir auf das sonstige Messegelände in einem Naturschutzgebiet bei Bad Kissingen, Micha war bereits vor einigen Wochen hier zur Messe „Abenteuer & Allrad“. Wir erfahren, dass 50 Wohnmobile angemeldet sind, also etwa 100 Fernreise-Verrückte, wir mittendrin.
Es gibt einen Ablaufplan und es bilden sich auf den drei Parkplätzen schon Grüppchen: man kennt sich und ist schon gemeinsam gereist – oder eben nicht. Schnell kommen wir mit unseren Schweizer Nachbarn ins Gespräch, das sind Karin (65) und Mattis (70). Wir bestaunen zu 80% Allrad-LKWs und Weltreise-Mobile von klein bis groß, hier sind wir mit unserem Kastenwagen in der (auffälligen) Minderheit, genau wie die „weisse Ware“ oder vereinzelte Liner.
Ab 18:00 Begrüßung und erste Programmpunkte, dann Pizza zum Abendessen. Wir quatschen mit Karin und Mattis bei einem Gläschen Wein, es wird aber kein langer Abend. Camper sind meist früh im Bett, die Fahrten, die viele frische Luft, die Dunkelheit und Stille weg von elektronischen Geräten macht automatisch mehr Schlaf 😴
Am Samstag besuchen wir sehr professionelle Vorträge zu Wasseraufbereitung, Erste Hilfe in entlegenen Regionen der Welt, Motoren-Know-how auf Reisen und lassen uns zu passenden Fernreiserouten für unsere Bedürfnisse beraten. Da kommt so etwas in Frage wie Tunesien oder die Weihrauchstrasse. Abends gibt’s immer erheiternde Reiseerlebnisse von Kostja, einem der GFs von Abenteuer Tours, der schon die halbe Welt unter teils abenteuerlichen bis lebensgefährlichen Umständen bereist hat. Wir sitzen am Lagerfeuer mit Sabine und ihrem Mann, einer Kauffrau und einem Pharma-Vorstand, die alle Zelte mit 60 und erwachsenen Kindern abgebrochenen haben, ihr Haus verkauft und auf unbefristete Reise in einem Expeditionsmobil gegangen sind.
Am schönsten sind die Gespräche miteinander, es fühlt sich nach Menschen mit den gleichen Interessen, einer unbändigen Neugier auf fremde Kulturen und „da muss es noch was anderes geben als Arbeit und Geld verdienen“ an.
Bereichert und mit vielen neuen Erfahrungen und Ideen fahren wir am Sonntag nach der Mittagszeit wieder ab. Unser Fazit: Wir werden so eine Fern-Gruppenreise ausprobieren und schauen, ob das etwas für uns ist. Dafür müssen noch Kleinigkeiten am Max nachgerüstet werden, z.B. die Wasseraufbereitung verbessert, ein Unterfahrschutz und mehr Solar aufs Dach.

















