Alghero II

Am Karfrei­tag ab 21:15 Uhr gehen wir vom Wohnmo­bil ohne Moritz los – die Karfrei­tags­pro­zes­sion wartet. 

Teils nur von den verhüll­ten roten Later­nen beleuch­tet, teils noch in Blau angestrahlt, sieht Alghero nun völlig anders aus. Mystisch und feier­lich, auch durch den gut sicht­ba­ren Sternen­him­mel und durch Chöre, die an verschie­de­nen Plätzen der Altstadt singen und beten. Sonst ist die Stadt zur Ruhe gekom­men, es ist ein Trauer­marsch und man spürt den Respekt der Einheimischen. 

Mehr als zwei Stunden wird die Prozes­sion durch die Stadt ziehen. Wir sehen eine Jesus­sta­tue, ein leeres Kreuz, Jesus im Sarg, Maria und sechs „Jermans Blancs“ (Weiße Brüder). Sie tragen lange unter­schied­lich farbige Tuniken und eine markante spitze Kapuze, die das gesamte Gesicht verdeckt. Nur kleine Sehschlitze bleiben frei.

Polizei und Feuer­wehr sowie städti­sche Bediens­tete marschie­ren komplett mit, immer wieder unter­bro­chen von beten­den Frauen­grup­pen, in schwarz gekleidet. 

Wie schön, dass wir das sehen und für einen Abend Teil dieser Tradi­tion sein durften. 

Anja · 4. April 2026 um 10:16 Uhr

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