Am Karfreitag ab 21:15 Uhr gehen wir vom Wohnmobil ohne Moritz los – die Karfreitagsprozession wartet.
Teils nur von den verhüllten roten Laternen beleuchtet, teils noch in Blau angestrahlt, sieht Alghero nun völlig anders aus. Mystisch und feierlich, auch durch den gut sichtbaren Sternenhimmel und durch Chöre, die an verschiedenen Plätzen der Altstadt singen und beten. Sonst ist die Stadt zur Ruhe gekommen, es ist ein Trauermarsch und man spürt den Respekt der Einheimischen.
Mehr als zwei Stunden wird die Prozession durch die Stadt ziehen. Wir sehen eine Jesusstatue, ein leeres Kreuz, Jesus im Sarg, Maria und sechs „Jermans Blancs“ (Weiße Brüder). Sie tragen lange unterschiedlich farbige Tuniken und eine markante spitze Kapuze, die das gesamte Gesicht verdeckt. Nur kleine Sehschlitze bleiben frei.
Polizei und Feuerwehr sowie städtische Bedienstete marschieren komplett mit, immer wieder unterbrochen von betenden Frauengruppen, in schwarz gekleidet.
Wie schön, dass wir das sehen und für einen Abend Teil dieser Tradition sein durften.












Sehr beeindruckend 🕯️🙏🕯️
Es war berührend und teilweise gruselig, einfach weil wir so etwas bei uns nicht (mehr) kennen.